Der Dirigent

Reinhard Steinberg wurde 1946 geboren, Vorschule und Musik­gym­na­si­um der Regensburger Domspatzen. Kla­vier­unterricht mit 7, Cello mit 11, Tuba mit 25 Jahren, Chorleitung bei Dom­kapell­meister Georg Ratzinger, Cello bei Walter Reichardt an der Münchner Musik­hochschule. Mit dem Cello 1964 und 1966 Bundessieger „Jugend mu­si­ziert“.
Sanitätsdienst, Medizinstudium in München, 1973 Staats­examen, Pro­mo­tion in Neurophysiologie, Assistent am Physiologischen Institut der Universität München und der Neurophysiologischen Abteilung des CNRS in Marseille. Seit 1978 Ausbildung zum Nervenarzt an der Mün­chner Universität, Ha­bi­li­tation 1987 in Psychiatrie über „Musik­psycho­pathologie – Musikalischer Aus­druck und psychische Krankheit“. 1987 bis 2011 Ärztlicher Direktor des Pfalz­kli­ni­kums, des Bezirks­kranken­hauses in Klingenmünster/Landau Pf., Aka­de­misches Lehrkrankenhaus der Universität Mainz.
Im 1. Studiensemester 1967/68 Grün­dung des „Orchesters Münch­ner Medizin­­studenten“, seit 1975 „BÄO – Bay­eri­sches Ärzte­­orchester“. Dirigenten­ausbildung unter anderem in Bruno Madernas Dirigierklasse an der Salz­burger Sommer­­akademie. Neben kli­nisch-neuro­­­physio­logischer Forschung seit 1980 Grund­­lagen­forschung zu psy­cho­­physiolo­gischen Frage­stellungen über den Musiksinn.

Reinhard Steinberg hat mit seinem unerschöpflichen Engagement 50 Jahre lang am Pult des Bayerischen Ärzteorchesters gestanden und das Orchester mit seinem Stil geformt. Nun lässt er sein Kind auf eigenen Beinen laufen und hat den Stab an die nächste Generation weitergegeben.
Wir danken Reinhard Steinberg herzlich für seinen stetigen Einsatz und unermüdlichen Elan, mit dem er das Bayerische Ärzteorchester zu einem der bedeutendsten Laienorchester in Deutschland gemacht hat. Wir tragen dieses Erbe mit Stolz weiter und freuen uns auf die nächsten 50 Jahre.